[back]

Title: „Antitude“
Year: 2014
Format: LP / CD / DL
Label: Mad Butcher Rec. (MBR 149), Redstar73 Rec. (Red73 03), Casual Rec. (CR 025)
Studio: Recorded at Liquid Studio / Mixed & mastered at North London Bomb Factory
Status: Available

01. Antitude
02. They Shall Not Pass
03. Burn All Bridges
04. Rude‘n'Rebel
05. Fight For Your Class
06. Chosen Family
07. Equality
08. Our Place
09. I Won‘t Shed A Tear
10. On The Road
11. Without You
12. Cheers

(Click on the title to read the lyrics)


REVIEWS

PANKERKNACKER
ENRAGED MINORITY | „ANTITUDE“
Wow, im Hause Enraged Minority tut sich ja wirklich einiges. Sehr schön zu sehen, wie diese Band seit Jahren, trotz Besetzungswechsel und Familienzuwachs ihren Weg geht und immer besser wird.
Inhaltlich geht es nach wie vor zum größten Teil um gesellschaftliche Veränderung und eindeutige Positionierung, aber auch um persönliche Themen oder Saufen, eben das, was die Jungs so umtreibt. Musikalisch hat sich bei der Bande einiges getan, wo die Hardcore-Einlüsse etwas weichen mussten finden sich nun vermehrt Off-Beat – oder sogar Rockabilly- Einlagen. Auch gelegentliche Tempo-Reduzierungen Richtung Mid-Tempo stehen ihnen gut und bringen dem Album die nötige Abwechslung.
An dieser Stelle sollte auch noch erwähnt werden, dass diese Streetpunk-Perle in guten Händen produziert wurde, aufgenommen im Liquid-Studio innerhalb von einem Wochenende und gemastert in der North London Bomb Factory und jetzt bei mir auf dem Plattenteller. Kauft das teil und sichert euch ein Exemplar in rotem Vinyl! [Sigmund Droit]

UNDERDOG
ENRAGED MINORITY | „ANTITUDE“
I live my life not like you! Abwehr und Abgrenzung als positive Dimension des Lebens. Doch ganz alleine geht es nicht. Und so ist Solidarität mit Gleichgesinnten Botschaft und Handeln zugleich. Mit antifaschistischen Kräften zieht ENRAGED MINORITY mit lautem „Oi! Stay rebel!“-Rufen durch die Straßen to keep them clean from fascist scum. Side by side kämpfen für Emanzipation, Freiheit und Klassensolidarität, Verbundenheit und die Möglichkeit, alltägliche Lebenserfahrungen zu reflektieren und idealisierte Konzepte zu erstellen. Das ist anstrengend, raubt Energie. Daher sind Rückzugsorte wichtig, um die Batterien wieder aufzuladen.
Zielstrebig, straight und mit der nötigen Holzhammer-Methode liefern ENRAGED MINORITY ein überzeugendes Bestandsmodell ab, das Spannungsfelder aufbaut und zum Ende mit einem ordentlichen „Cheers“ abklinkt. Das ist stets rüpelhaft und rau, aber deep in the heart ist Platz für Working-Class-Revolutions-Romantik, die niemals überschwänglich verklärt, aber mit robustem Charme präsentiert wird. Die Grenzen fallen und die Straße bebt. Der Austausch unter Gleichgesinnten wird zur Bereicherung für jeden Einzelnen. „Antitude“ ist hemdsärmelig, kompromisslos und bissig, fordert und fördert mehr Freiheit, Bewusstheit, Menschlichkeit und Nächstenliebe.

UGLYPUNK
ENRAGED MINORITY | „ANTITUDE“
Zweiter Longplayer der Freiburger Band, die spätestens seit ihrer Live-Split mit THE OPPRESSED den meisten ein Begriff sein sollte. Uns waren sie schon vorher ein Begriff, aber wir sind ja auch Musikpresse, Alter!
Schöner druckvoller und mit Melodien geschmückter Streetpunk, der seine Fenster auch vor Hardcore, Ska oder Oi! nicht verschlossen hält. Der Einfluss von Genre-Aushängeschild RANCID ist, ob jetzt gewollt oder ungewollt, unüberhörbar. Wohlgemerkt auf ältere RANCID, also auf die ersten beiden Scheiben bezogen. Textlich sind sie um einiges weiter als der eben aufgestellte Vergleich, denn hier werden diverse politische Themen aufgegriffen und mit einer kompromisslosen Ansicht auf die Dinge wieder heraus geschmettert.
“Antitude“ strotzt vor Kraft und Engagement und lässt seinen Emotionen freien Lauf. So finden sich ENRAGED MINORITY oft zwischen Nachdenklichkeit und Wut wieder, lassen der Angriffslust aber in der Regel die Oberhand, weshalb unterm Strich wieder ein sehr kämpferisches Werk steht, welches ihre bisher wohl besten Songs enthält. Steff

ZITRONENHUND
ENRAGED MINORITY | „ANTITUDE“
Aus dem Badischen kommen ENRAGED MINORITY, die dem einen oder anderen schon bekannt sein dürften. Im Gegensatz zu MAYDAY kann man hier, gleich beim ersten Song, RANCID-Einflüsse raus hören (auch ohne dass sie angegeben sind ;) ). Insgesamt gibt es hier größtenteils 12 schnelle und druckvolle, melodische Tracks zwischen Punk, Oi und HC-Punk und durchweg in englisch gehalten. Geht völlig
okay die Scheibe (um den Kreis mit der MAYDAY-Scheibe zu schließen, wäre das hier eine „locker“ erreichte „musikalische Mittelklasse“), auch wenn sie beim mir 2-3 Anläufe gebraucht hat.
Chris-C