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Title: „No Borders For Rude Rockers“
Year: 2012
Format: Split EP w/ Streets Of Rage
Label: Mad Butcher Rec. (MBR 130), Casual Rec. (CR 013), AK 54 Crew, KOB Rec. (KOB 124)
Studio: Mellsonic Studio
Status: Available

Enraged Minority:
01. Chosen Family
02. Rude‘n'Rebel

Streets Of Rage:
01. Stay Rude
02. East Side Pirates


REVIEWS

COMMI BASTARD #12
Enraged Minority / Streets Of Rage | „No Borders For Rude Rockers“ (7”)

Grenzübergreifender Oi!-Punk erwartet uns hier. Enraged Minority aus Rheinfelden und Streets Of Rage aus dem französischen Nancy liefern hier jeh 2 Songs ab.
Als erstes hör ich mir Enraged Minority an. „Chosen Family“, ein Tribut-Song an Freunde und Crew legt schon mal gut vor – aber der nachfolgende „Rude n Rebel“ ist für mich der Favourit, weil er das Pseudorebellentum in der Skinheadszene gut aufs Korn nimmt: „You claim to be rebellious / And go your own way / But all the things you’re preaching / I read before in the yellow press..“ Treffer! Versenkt! Enraged Minority legen hier also nach ihrem Debut gut nach.
Als nächstes sind jetzt „Streets Of Rage“ dran…und liefern ordentlichen Franzosen-Oi! ab. Ihre CD, die wohl in Eigenproduktion entstanden ist, hab ich nicht und auch live hab ich sie wegen meines „wundervollen“ Jobs verpasst. So ist das hier das erste, was ich von ihnen zu hören kriege. Leider sind die Texte alle auch im Cover nur auf Französisch abgedruckt, so das ich dazu nichts sagen kann. Auf jeden Fall haben die Jungs musikalisch was drauf und klingen recht eigenständig. Hier wechseln sich zwei Sänger ab, und zumindest einer von Ihnen vermag mich manchmal ein wenig an Brigada Flores Magon erinnern. Aber wie gesagt: Streets Of Rage machen ihren eigenen Sound. Sehr geile Scheibe.

PLASTIC BOMB
Enraged Minority / Streets Of Rage | „No Borders For Rude Rockers“ Split 7“

ENRAGED MINORITY kommen mir persönlich etwas mehr 80er Jahre mäßig vor als die Kollegen von STREETS OF RAGE. Erstgenannte sind vom Tempo andererseits für Oi! recht flott unterwegs. Verfeinern ihren Sound aber auch zusätzlich noch mit ner Kelle Hardcore (Der erste Song erinnert ein bissel an ne Oi! Version von EXPLOITED). Is also nix mit schunkeln und Eier schauckeln, wenn man dazu tanzen möchte.
STREETS OF RAGE sind nicht ganz so uptempo dafür aber insgesamt doch etwas druckvoller unterwegs. Vom Songwriting gefallen mir die Franzosen auch ein kleines bissel besser. Die beiden Songs bauen unterm Strich einfach mehr Energie und Spannung auf. Beiden Bands ist gemeinsam, dass ohne viel Schnickschnack zur Tat geschritten wird. Textlich sind die beiden untereinander befreundeten Bands auch Freunde klarer Ansagen. Dazu passt auch, dat die Jungs von ENRAGED MINORITY sich bereits mit Bands wie den UPSTARTS, THE OPPRESSED, den BLAGERS ITA (steht für: In The Area), den LOS FASTIDIOS, den STAGE BOTTLES und BRIGADA FLORES MAGNON die Bühne geteilt haben. Empfehlenswerte Sache, sympathische Bands. (www.madbutcher.de) -Basti-

MOLOKO PLUS
Enraged Minority / Streets Of Rage | „No Borders For Rude Rockers“ Split 7“

Süddeutschlands Enraged Minority bieten auf dieser Split-EP ruppigen, etwas polterigen Streetpunk, vielleicht manchmal etwas überhastet, unter dem Strich aber tolerabel.
Von ganz anderem Schrot und Korn präsentieren sich auf der Rückseite Frankreichs Streets of Rage aus Nancy, die sich trotz des englischen Namens in der Landessprache ausdrücken. Die stehen fest in der wunderbaren französischen Oi!-Tradition von Könnern wie Camera Silens (früher), Hard Times (heute) und Co., haben mächtig Ausdruckskraft und Power, arbeiten mit zwei Sängern und hängen Enraged Minority locker ab.
Definitiv eine neue Hoffnung aus dem Nachbarland, die können was, dafür gibt’s sieben Punkte, für E.M. leider nur deren vier, macht zusammen mit Wohlwollen 6, weil sich das aufgrund der Leistung der Franzosen allemal lohnt. – Sir Paulchen